Auf der Flucht

Nach Einschätzung des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) waren Ende 2018 weltweit rund 70,8 Millionen Menschen auf der Flucht, rund fünf Millionen mehr als Ende 2016. Zwei Drittel der Flüchtlinge kommen nur aus fünf Ländern: Syrien blieb mit rund 6,7 Millionen weltweit das größte Herkunftsland von Flüchtlingen, es folgen Afghanistan, der Südsudan, Myanmar und Somalia.

Die Zahl der Menschen, die innerhalb ihres Heimatlandes geflohen sind, liegt bei 41,3 Millionen. Kolumbien, Syrien und die Demokratische Republik Kongo und stehen an der Spitze jener Staaten, die von Binnenflucht und –vertreibung betroffen sind.

Die Situation in Hessen

Hessen hat in den Jahren 2015 bis 2018 rund 115.000 Menschen aus Krisenregionen aufgenommen. Nach den hohen Zugangszahlen im Herbst und Winter 2015 sind die Zahlen seit Schließung der Balkanroute im Frühjahr deutlich zurückgegangen. 2018 wurden in Hessen noch durchschnittlich 900 Flüchtlinge pro Monat aufgenommen.

Die Unterbringungskapazitäten für Flüchtlinge in der Erstaufnahme wurden 2015 rasch ausgebaut. Die Landesregierung hat auf die nunmehr deutlich zurückgegangenen Flüchtlingszahlen stets bedarfs- und kostenbewusst reagiert. Inzwischen konnte die Zahl der Standorte der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtungen (HEAE) reduziert werden auf fünf aktive Standorte mit insgesamt 6.480 Belegungsplätzen (siehe Pressemeldung vom 11.03.2019).

Die in Hessen in 2018 aufgenommenen Menschen kamen vor allem aus Syrien, der Türkei, dem Iran, Afghanistan, Eritrea, Somalia und dem Irak. Informationen zu den Fluchtursachen in den Hauptherkunftsländern der Flüchtlinge finden Sie beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF).

Einen regelmäßig aktualisierten Überblick zu den Flüchtlingszahlen in Hessen und weitere Informationen zu den Hauptherkunftsländern, den Rückführungen und anderen Zahlen finden Sie hier in diesem Webangebot.

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