Ausbildung & Arbeitsmarkt

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Arbeit

Eine erfolgreiche berufliche Ausbildung und der Zugang zum Arbeitsmarkt sind die weiteren notwendigen Schritte für die Integration und Existenzsicherung von Flüchtlingen in unserem Land. Viele benötigen hier zum einen Unterstützung bei der Anerkennung ihrer im Herkunftsland erworbenen Bildungsabschlüsse. Zum anderen gilt es, ihnen die Qualifikationen zu vermitteln, die sie für ihre beruflichen Perspektiven benötigen. Gemeinsam mit der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit (BA) unterstützt das Land Hessen besonders die berufliche Orientierung und betriebliche Erstausbildung. Auch die berufsspezifische Sprachförderung und Qualifizierung wurde verstärkt, um Flüchtlingen dabei zu helfen, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Nicht zu vergessen ist die Unterstützung der Hochschulen für Studierende mit Fluchthintergrund. Besonders hervorzuheben sind im Bereich Ausbildung und Arbeitsmarkt die folgenden Programme und Initiativen:

  • Mit dem Programm „Wirtschaft integriert“ hat das Land Hessen im Jahr 2016 elf Millionen Euro für die Unterstützung junger Flüchtlinge und Zuwanderer bei der Berufsorientierung, Qualifizierung und Ausbildung bereitgestellt. Gemeinsam mit dem Handwerk, der BA, den Industrie- und Handelskammern und dem Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft werden bis 2017 rund 1.000 Plätze in der Berufsorientierung, 700 Plätze in der Einstiegsqualifizierung und zusätzlich 400 Ausbildungsplätze mit einem Zuschuss von bis zu 4.000 Euro gefördert. Damit bietet das Landesprogramm eine nahtlose Förderkette von der Berufsorientierung bis zum Ausbildungsabschluss.
     
  • Um jugendlichen Flüchtlingen berufliche Orientierung und Qualifizierung zu ermöglichen, hat das Hessische Ministerium für Soziales und Integration das Programm „Qualifizierung und Beschäftigung junger Menschen“ für die Jahre 2016 und 2017 um drei Millionen Euro aufgestockt. Diese Mittel helfen, die bereits erfolgreich laufenden Angebote bei den regionalen Jugendhilfe- und Bildungsträgern in den Landkreisen und kreisfreien Städten nochmals zu erweitern.
     
  • Auch das „Ausbildungs- und Qualifizierungsbudget“ des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration wurde um 10,5 Millionen Euro verstärkt und die berufsspezifische Sprach- und Arbeitsmarktförderung damit deutlich ausgeweitet. Damit stehen in den Jahren 2016 bis 2018 jeweils 3,5 Millionen Euro zusätzlich für die berufsbezogene Sprachförderung von Flüchtlingen mit guter Bleibeperspektive zur Verfügung.
     
  • Jungen Flüchtlingen, die bereits studiert haben oder ein Studium aufnehmen wollen, wird ebenfalls bei der Integration an den hessischen Hochschulen geholfen. So fördert das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst an den Hochschulstandorten die vielfältigen Angebote studienvorbereitender Kurse und Deutschunterricht sowie andere Willkommensangebote. Auch die Beratungsangebote zur Anerkennung von Bildungs- und Berufsabschlüssen wurden deutlich ausgebaut, um den Zugang zu Studium und Arbeitsmarkt zu erleichtern oder die Vermittlung von noch fehlenden Qualifikationen passgenau anzubieten.

Diese Förderangebote werden dazu noch seitens der Bundesregierung, der Bundesagentur für Arbeit, des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, des Europäischen Sozialfonds und weiterer Akteure ergänzt. Mit der im Februar 2016 gegründeten Hessischen Arbeitsmarktinitiative haben vielfältige Akteure – Vertreter der Wirtschaft, Gewerkschaften, kommunale Spitzenverbände, die Liga der Freien Wohlfahrtspflege, die Volkshochschulen und drei Landesministerien – ein Maßnahmenpaket für die Integration der Flüchtlinge auf dem Arbeitsmarkt auf den Weg gebracht.

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