Unterbringung

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HEAE Gießen

Der immense Flüchtlingszugang 2015 von über 110.000 angekommenen Menschen war eine einmalige und neue Situation für alle staatlichen und gesellschaftlichen Bereiche. Für diese Lage gab es keinen Masterplan. Trotzdem wurden die jeweiligen Aufgaben organisiert und strukturiert bearbeitet. Dies gelang gerade bei der Unterbringung der vielen Tausend Menschen durch die vorbildliche Zusammenarbeit aller staatlichen Ebenen.

Kein Flüchtling war obdachlos und dies auch in Zeiten höchster Zugänge von über 1.300 Menschen pro Tag im Herbst 2015. Dies ist dem überragenden Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung, der Katastrophenschützer, der ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer und der Kirchen zu verdanken, die mit viel Empathie, Verantwortungsbereitschaft und Tatkraft zugepackt haben. Ihnen gilt unser großer Dank für ihren Einsatz bei der Bewältigung der Situation.

Binnen eines Jahres hat das Land Hessen 2015 die Unterbringungskapazitäten von rund 4.000 Plätzen zu Jahresbeginn auf rund 40.000 Plätze in der Erstaufnahme im Januar 2016 verzehnfacht. Dies gelang mit unermüdlichem Einsatz aller Ressorts und der Unterstützung der Kommunen. Noch vor Wintereinbruch 2015 konnte auf eine Zeltunterbringung verzichtet werden. Die als Notunterkünfte in einigen Kommunen genutzten Turnhallen wurden durch den Ausbau der Erstaufnahmekapazitäten im Frühjahr 2016 geräumt. Mit Unterstützung des Landes wurden diese auch – wo erforderlich – für ihren eigentlichen Zweck wiederhergestellt.

Auf die seit Schließung der Westbalkan-Route im Frühjahr 2016 zurückgehenden Zugangszahlen hat die Landesregierung stets kosten- und verantwortungsbewusst reagiert. Zunächst wurde mit dem neuem Standortkonzept im April die Platzkapazität auf rund 20.000 reduziert. Seit Ende August 2016 erfolgten stetig – zuletzt im März 2017 - weitere Anpassungen auf derzeit rund 10.330 Belegungsplätze an neun Standorten, von denen rd. 7.590 aktiv betrieben werden und rd. 2.740 Plätze als Aktiv-Reserve flexibel zu – oder abgeschaltet werden können. Weitere rd. 3.000 Plätze werden als passive Standorte vorgehalten. Damit ist das Land bestens vorbereitet auf unterschiedliche Entwicklungen bei der Flüchtlingssituation. Diese wird genau beobachtet und das Platzangebot bei zurückgehenden Flüchtlingszahlen weiter kosten- und verantwortungsbewusst angepasst.

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