Unterstützung des Ehrenamts

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Ehrenamt

Ohne den hunderttausendfachen Einsatz der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer wäre die Unterstützung für die Flüchtlinge weder in den ersten Monaten vor Entscheidung über ihren Asylantrag, noch die Integration vor Ort nach positiv entschiedenem Bleiberecht denkbar. Bürgerschaftliches Engagement kann und soll hauptamtliche Strukturen nicht ersetzen. Aber sein Beitrag für das Ankommen der Flüchtlinge in unseren Kommunen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt kann nicht hoch genug bewertet werden.
Gelebte Integration funktioniert nur durch aktive Einbindung der zu integrierenden Menschen in die örtlichen Strukturen, durch das An-die-Hand-nehmen bei den ersten Schritten und Vermittlung unserer Vorstellungen eines guten Miteinanders. Deshalb ist die Wertschätzung der Hessischen Landesregierung für die Freiwilligenarbeit so überaus groß und die Unterstützung für das Ehrenamt ein zentrales Anliegen. Die nachfolgenden Maßnahmen sind nur ein kleiner Ausschnitt der Ehrenamtsförderung:

  • Mit dem Förderprogramm „Ehrenamtliche Flüchtlingshilfe“ unterstützt das Land die unverzichtbaren Netzwerke und Hilfsstrukturen vor Ort. Für Maßnahmen zum Auf- und Ausbau der Initiativen im Bereich der Flüchtlingshilfe wurden allen Landkreisen und kreisfreien Städten in 2016 jeweils bis zu 20.000 Euro an Förderung zur Verfügung gestellt. Diese konnten in einer Größenordnung von bis zu 3.000 € pro Projekt beantragt werden. Das Programm sollte die Lebenssituation von Flüchtlingen verbessern und die Entwicklung und Erprobung unterschiedlicher Wege zur Förderung des Zusammenlebens vor Ort unterstützen. Eine Fortführung für 2017 ist geplant.
     
  • Auch mit dem neuen Landesprogramm „Förderung von Gemeinwesenarbeit“ wurden 2016 4,3 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um passgenaue Integrationsangebote zu schaffen. Diese Mittel kommen Kommunen bei der positiven Entwicklung ihrer Stadtteile zugute, in denen sich soziale Problemlagen häufen. Unterstützt werden gezielte Maßnahmen zur Stärkung der gesellschaftlichen Teilhabe, des bürgerschaftlichen Engagements und der Vernetzung (>> mehr Informationen[2]). Alle eingereichten Anträge von Landkreisen, kreisfreien Städten, Sonderstatusstädten sowie Kommunen mit Erstaufnahmeeinrichtungen wurden 2016 positiv beschieden.
     
  • Auch die regionalen Fachforen „Aktiv vor Ort – Engagiert für Flüchtlinge“ des Landes haben große Resonanz gefunden. Die von der LandesEhrenamtsagentur in Kooperation mit den Kommunalen Spitzenverbänden organisierten Foren haben die Vernetzung und den Austausch der Aktiven befördert. Gleiches gilt für die Fachtagungen „Engagement für Flüchtlinge“ der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (LAGFA Hessen e.V.), die diese im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration durchführt.
     
  • Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration und die Landesehrenamtsinitiative „Gemeinsam aktiv“ haben verschiedene Ratgeber zur Unterstützung bürgerschaftlichen Engagements herausgeben. Dazu gehört die Broschüre „Gemeinschaft gestalten – Wegweiser für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe“ des Sozialministeriums, die bereits in der zweiten Auflage wertvolle Tipps für ehrenamtlich Aktive gibt.
     
  • Mit der Webseite „People like me – Miteinander für Flüchtlinge“ gibt es in Hessen auch eine starke Internet-Plattform, um Helferinnen und Helfer und Hilfesuchende in der Flüchtlingshilfe zusammenzuführen. Die Landesstiftung „Miteinander in Hessen“ hat das vom HR und dem Freiwilligenzentrum Kassel initiierte Angebot übernommen und hat es als Teil ihrer Ehrenamtsförderung weiter ausgebaut. Die Plattform trägt damit zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements und des Miteinanders in Hessen bei.

Dies sind nur einige Beispiele, die zu den vielfältigen Maßnahmen zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements in Hessen gehören. Darüber informiert ausführlicher die Webseite der Landesehrenamtskampagne: www.gemeinsam-aktiv.de.

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