Wohnen & Integration vor Ort

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Wohnen

Die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum und Initiativen für ein gutes Zusammenleben in den Kommunen gehören ebenso zum umfassenden Handlungsansatz des Hessischen Aktionsplans. Denn vor Ort wird die Integration der aufgenommenen Menschen mit Leben erfüllt. Die Versorgung mit bezahlbarem und angemessenem Wohnraum ist dabei eines der drängendsten Probleme, gerade in den Ballungsräumen. Nicht nur für Flüchtlinge, sondern für die ganze Bevölkerung verstärkt die Landesregierung hier ihre Anstrengungen. Gleichzeitig geht es auch um die Förderung der Integration vor Ort, denn das soziale Gefüge in unseren Städten und Gemeinden braucht Engagement und Begegnung. Hier einige Beispiele:

  • Mit dem Masterplan Wohnen in Hessen stehen ab 2017 jährlich mehr als 300 Millionen Euro für den sozialen Wohnungsbau in Hessen bereit. Diese Mittel wurden in den vergangenen Jahren stetig erhöht: Im Jahr 2013 waren es noch 73 Millionen Euro, 2015 waren es 150 Millionen Euro. Mit den zusätzlichen Mitteln vom Bund stehen bis 2020 insgesamt 1,6 Milliarden Euro zur Verfügung. Damit können über die verschiedenen Programme des Landes insgesamt 12.000 Wohnungen für 36.000 Menschen gefördert werden. Dies kommt allen Wohnungssuchenden zugute.
  • Mit der Bauland-Offensive hilft Hessen den Kommunen dabei, Flächen für den Bau bezahlbarer Wohnungen zu entwickeln. Nach einem halben Jahr haben sich schon 20 Kommunen mit 170 Hektar gemeldet.
  • Nicht nur der Wohnungsbau, auch die positive Entwicklung der Wohngebiete und das Miteinander vor Ort stehen im Fokus der Landesregierung. Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration hat mit dem Landesprogramm „Förderung von Gemeinwesenarbeit“ in 2017 und 2018 je 4,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Diese kommen Kommunen bei der positiven Entwicklung ihrer Stadtteile zugute, in denen sich soziale Problemlagen häufen. Unterstützt werden gezielte Maßnahmen zur Stärkung der gesellschaftlichen Teilhabe, des bürgerschaftlichen Engagements und der Vernetzung. 
  • In hessischen Regionen, die unter starkem Bevölkerungsrückgang und Demografieproblemen leiden, kann der Zuzug von Flüchtlingen bei einer gelungenen Integration besonders positive Effekte haben. Um dies zu verdeutlichen, hat die Hessische Landesregierung das Modellvorhaben „Integration von Flüchtlingen im ländlichen Raum“ mit einem Gesamtvolumen von 300.000 Euro durchgeführt. Ausgewählte Kommunen waren Aarbergen (Rheingau-Taunus-Kreis), Alheim (Kreis Hersfeld-Rotenburg), Bad Sooden-Allendorf (Werra-Meißner-Kreis), Diemelstadt (Kreis Waldeck-Frankenberg), Laubach (Landkreis Gießen), Mengerskirchen (Kreis Limburg-Weilburg) und Neustadt (Kreis Marburg-Biedenkopf). Die dort geförderten Integrationsprojekte und Initiativen sollen Modellcharakter für andere Kommunen entfalten. Der Abschlussbericht liegt inzwischen vor.
  • Mit dem Förderprogramm „Ehrenamtliche Flüchtlingshilfe“ hat die Hessische Landesregierung zudem allen hessischen Landkreisen und kreisfreien Städte Mittel für den Aufbau von geeigneten ehrenamtlichen Strukturen, für Qualifizierungsmaßnahmen und Koordinierungsaufgaben zur Stärkung der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe zur Verfügung gestellt. Jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt steht ein Kontingent von bis zu 30.000 Euro für derartige Maßnahmen zur Verfügung, die an die vielfältigen Initiativen, Vereine oder Projekte weitergegeben werden können. Das Programm soll die Lebenssituation von Flüchtlingen verbessern und die Entwicklung und Erprobung unterschiedlicher Wege zur Förderung des Zusammenlebens vor Ort unterstützen. 
  • Auch in einem anderen Bereich zeigt sich, dass Integration vor Ort gelebt wird – im Sport. Das Miteinander in den Vereinen und auf den Sportplätzen ist ein hervorragendes Mittel, um Flüchtlinge einzubeziehen in die Gemeinschaft. Beim Förderprogramm „Sport und Flüchtlinge“ des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport zeigt sich dies einmal mehr. Aufgrund der großen Nachfrage wurde das Fördervolumen 2016 von ursprünglich zwei Mio. Euro um 400.000 Euro erhöht. Auch in den Jahren 2018 bis 2019 wird das Programm mit 2,4 Millionen Euro fortgesetzt.

Hessen hat in der Integrationspolitik bereits einen langen Weg erfolgreich zurückgelegt und nimmt eine bundesweite Vorreiterrolle ein. Weitere Informationen zu der Vielfalt der Integrationsangebote und -maßnahmen sind nachzulesen unter: www.integrationskompass.de

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