Wohnen & Integration vor Ort

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Wohnen

Die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum und Initiativen für ein gutes Zusammenleben in den Kommunen gehören ebenso zum umfassenden Handlungsansatz des Hessischen Aktionsplans. Denn vor Ort wird die Integration der aufgenommenen Menschen mit Leben erfüllt. Die Versorgung mit bezahlbarem und angemessenem Wohnraum ist dabei eines der drängendsten Probleme, gerade in den Ballungsräumen. Nicht nur für Flüchtlinge, sondern für die ganze Bevölkerung verstärkt die Landesregierung hier ihre Anstrengungen. Gleichzeitig geht es auch um die Förderung der Integration vor Ort, denn das soziale Gefüge in unseren Städten und Gemeinden braucht Engagement und Begegnung. Hier einige Beispiele:

  • Mit dem Aktionsplan wurden für den sozialen Wohnungsbau im Kommunalen Investitionsprogramm 230 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Diese Mittel werden noch erhöht: Nicht nur in den Jahren 2016 und 2017, sondern auch 2018 und 2019 stehen pro Jahr 65 Millionen Euro mehr im Haushalt. Damit erhöhen sich die Landesmittel für den sozialen Wohnungsbau um mehr als zehn Prozent. Mit den zusätzlichen Mitteln vom Bund stehen bis 2019 insgesamt 1,2 Milliarden Euro zur Verfügung. Damit können über die verschiedenen Programme des Landes insgesamt 12.000 Wohnungen für 36.000 Menschen gefördert werden. Dies kommt allen Wohnungssuchenden zugute.
     
  • Nicht nur der Wohnungsbau, auch die positive Entwicklung der Wohngebiete und das Miteinander vor Ort stehen im Fokus der Landesregierung. Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration hat mit dem neuen Landesprogramm „Förderung von Gemeinwesenarbeit“ in 2016 4,3 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Diese kommen Kommunen bei der positiven Entwicklung ihrer Stadtteile zugute, in denen sich soziale Problemlagen häufen. Unterstützt werden gezielte Maßnahmen zur Stärkung der gesellschaftlichen Teilhabe, des bürgerschaftlichen Engagements und der Vernetzung. Alle eingereichten Anträge von Landkreisen, kreisfreien Städten, Sonderstatusstädten sowie Kommunen mit Erstaufnahmeeinrichtungen wurden 2016 positiv beschieden.
     
  • In hessischen Regionen, die unter starkem Bevölkerungsrückgang und Demografieproblemen leiden, kann der Zuzug von Flüchtlingen bei einer gelungenen Integration besonders positive Effekte haben. Um dies zu verdeutlichen, hat die Hessische Landesregierung das Modellvorhaben „Integration von Flüchtlingen im ländlichen Raum“ mit einem Gesamtvolumen von 300.000 Euro gestartet. Ausgewählte Kommunen sind Aarbergen (Rheingau-Taunus-Kreis), Alheim (Kreis Hersfeld-Rotenburg), Bad Sooden-Allendorf (Werra-Meißner-Kreis), Diemelstadt (Kreis Waldeck-Frankenberg), Laubach (Landkreis Gießen), Mengerskirchen (Kreis Limburg-Weilburg) und Neustadt (Kreis Marburg-Biedenkopf). Die dort geförderten Integrationsprojekte und Initiativen sollen Modellcharakter für andere Kommunen entfalten.
     
  • Mit dem Förderprogramm „Ehrenamtliche Flüchtlingshilfe“ hat die Hessische Landesregierung zudem allen hessischen Landkreisen und kreisfreien Städte Mittel für den Aufbau von geeigneten ehrenamtlichen Strukturen, für Qualifizierungsmaßnahmen und Koordinierungsaufgaben zur Stärkung der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe zur Verfügung gestellt. Jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt stand ein Kontingent von bis zu 20.000 Euro für derartige Maßnahmen zur Verfügung, die in einer Größenordnung von bis zu 3.000 € pro Projekt beantragt werden konnten. Das Programm sollte die Lebenssituation von Flüchtlingen verbessern und die Entwicklung und Erprobung unterschiedlicher Wege zur Förderung des Zusammenlebens vor Ort unterstützen. Eine Fortführung für 2017 ist geplant.
     
  • Auch in einem anderen Bereich zeigt sich, dass Integration vor Ort gelebt wird – im Sport. Das Miteinander in den Vereinen und auf den Sportplätzen ist ein hervorragendes Mittel, um Flüchtlinge einzubeziehen in die Gemeinschaft. Beim Förderprogramm „Sport und Flüchtlinge“ des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport zeigt sich dies einmal mehr. Aufgrund der großen Nachfrage wurde das Fördervolumen 2016 von ursprünglich zwei Mio. Euro nochmals um 400.000 Euro erhöht. Auch im Jahr 2017 wird das Programm in gleicher Höhe (2,4 Millionen Euro) fortgesetzt.

Hessen hat in der Integrationspolitik bereits einen langen Weg erfolgreich zurückgelegt und nimmt eine bundesweite Vorreiterrolle ein. Weitere Informationen zu der Vielfalt der Integrationsangebote und -maßnahmen sind nachzulesen unter: www.integrationskompass.de

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