Asylverfahren in Deutschland

Was passiert mit einem Flüchtling, der nach Deutschland kommt?

Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, um einen Asylantrag zu stellen, werden zunächst in der nächstgelegenen Aufnahmeeinrichtung versorgt. Der Aufbau dieser Erstaufnahmeeinrichtung ist Sache der Länder. Das Regierungspräsidium Gießen hat die Fach- und Dienstaufsicht über die Hessische Erstaufnahme für Flüchtlinge in Gießen und deren Außenstellen.

Wie werden die Flüchtlinge an die Länder verteilt?

Im Anschluss erfolgt unverzüglich eine Verteilung der Schutzsuchenden durch die Länder untereinander, um eine angemessene Verteilung sicherzustellen. Diese Zuweisung erfolgt durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) mit Hilfe des Systems „EASY“ (Erstverteilung von Asylbegehrenden). Sofern sich der Asylsuchende nicht bereits in der zuständigen Einrichtung befindet, wird er zu derjenigen gebracht, der er zugeteilt wird. In der Außenstelle des BAMF, die dieser Erstaufnahmeeinrichtung zugeordnet ist, stellt er dann seinen Asylantrag.

Danach werden die Schutzsuchenden nach dem Königsteiner Schlüssel auf die Länder verteilt. In Hessen ist das Regierungspräsidium Darmstadt für die anschließende Verteilung der Flüchtlinge auf die Landkreise und kreisfreien Städte zuständig. Die Aufnahme, dauerhafte Unterbringung und Betreuung vor Ort regeln diese in eigener Zuständigkeit.

Für die Kosten der Unterbringung und Versorgung erhalten die Landkreise und kreisfreien Städte eine pauschale Erstattung nach dem Landesaufnahmegesetz. Diese beträgt in Hessen für das Jahr 2015 – nach einer Erhöhung um 15 Prozent - durchschnittlich 659,69 Euro pro untergebrachte Person.

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