Flüchtlingszugänge nach Hessen

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Im Jahr 2015 erreichte der Flüchtlingszugang mit rund 110.000 Menschen seinen Höchststand. Davon sind 75.000 Asylsuchende hier in Hessen geblieben. In 2016 waren es noch rund 20.500, in 2017 rund 11.100 Flüchtlinge. Die Weiteren wurden an andere Bundesländer weitergeleitet, in das Land ihres ersten Asylantrags verwiesen oder sind freiwillig in ihre Heimat zurückgekehrt oder abgeschoben worden.

Verteilt werden die Asylsuchenden in die Erstaufnahmeeinrichtungen nach dem sogenannten EASY-Verfahren (Erstverteilung von Asylbegehrenden). Danach erhalten die Bundesländer vom Bund – abhängig von ihren aktuellen Kapazitäten und ihrer festgelegten Aufnahmequote – Asylsuchende zugewiesen. Die Festlegung dieser Aufnahmequoten erfolgt nach dem sogenannten "Königsteiner Schlüssel", einem Berechnungsfaktor, der die Steuereinnahmen und Bevölkerungszahl der Länder berücksichtigt und für viele Kostenverteilungsfragen zwischen Bund und Ländern zugrunde gelegt wird.