Flüchtlingszugänge nach Hessen

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Der enorme Anstieg der asylsuchenden Flüchtlinge und die damit verbundene Herausforderung werden auch durch den Blick auf die zurückliegenden 10 Jahre deutlich. Die Grafik zeigt dabei den Anstieg der in Hessen verbleibenden Flüchtlinge pro Jahr seit 2006. Wiedergegeben sind die Zahlen der Asylsuchenden, die Hessen nach dem sogenannten EASY-Verfahren (Erstverteilung von Asylbegehrenden) in die Erstaufnahmeeinrichtungen zugeteilt wurden. Nach diesem Verfahren erhalten die Bundesländer vom Bund – abhängig von ihren aktuellen Kapazitäten und ihrer festgelegten Aufnahmequote – Asylsuchende zugewiesen. Die Festlegung dieser Aufnahmequoten erfolgt nach dem sogenannten "Königsteiner Schlüssel", einem Berechnungsfaktor, der die Steuereinnahmen und Bevölkerungszahl der Länder berücksichtigt und für viele Kostenverteilungsfragen zwischen Bund und Ländern zugrunde gelegt wird. Im Jahr 2015 erreichte der Flüchtlingszugang mit rund 110.000 Menschen seinen Höchststand, 75.000 von ihnen sind hier in Hessen geblieben. Die weiteren Flüchtlinge wurden aufgrund der Aufnahmequote an andere Bundesländer weitergeleitet, in das Land ihres ersten Asylantrags verwiesen oder sind aufgrund freiwilliger Ausreise oder Abschiebung in ihre Heimat zurückgekehrt.