Afghanischer Geflüchteter wird Notfallsanitäter beim DRK

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Rettungswagen

Seit Anfang Oktober absolviert Mohammad Fayyazi eine Ausbildung zum Notfallsanitäter bei der DRK-Rettungsdienst Kreis Groß-Gerau GmbH. Fayyazi flüchtete 2015 aus Afghanistan nach Deutschland und lebt seitdem in Hessen. Er durchlief einen Deutsch-Sprachkurs in Frankfurt-Rödelheim und konnte die Integrierte Gesamtschule „Martin-Buber“ in Groß-Gerau besuchen. Im Sommer 2017 erlangte er sein Deutsches Sprachdiplom und den qualifizierenden Hauptschulabschluss, ein Jahr später schloss der mittlerweile 19-Jährige die Realschule ab. Seit 2015 engagiert er sich ehrenamtlich als Sprachmittler und hilft Jugendlichen und Betreuern bei Arzt- und Behördenbesuchen.

„Ich will die erfahrene Hilfe in Deutschland zurückgeben.“

Mohammad Fayyazi erklärt im Rückblick auf die vergangenen drei Jahre, die er in Deutschland erlebt hat: „Mir wurde von vielen Menschen geholfen, als ich 2015 nach Deutschland kam. Dafür bin ich sehr dankbar. Ich will einen Beruf erlernen, bei dem ich anderen Menschen helfen kann. Da ich mich sehr für Medizin interessiere, passt die Ausbildung zum Notfallsanitäter perfekt zu mir.“

Stefan Lotz, stv. Rettungsdienstleiter des DRK Rettungsdienst Kreis Groß-Gerau GmbH dazu: „Vor drei Jahren kam Mohammad Fayyazi völlig ohne Deutschkenntnisse zu uns und absolvierte im April 2017 bei uns ein Praktikum im Rettungsdienst. Jetzt startet er seine Ausbildung zum Notfallsanitäter bei uns. Er ist ein aufgeweckter und sehr interessierter junger Mann. Wir wollen ihm helfen, sich hier in Deutschland eine Zukunft aufzubauen.“

Der Hessische Sozial- und Integrationsminister Stefan Grüttner begrüßte das Engagement der DRK-Rettungsdienst GmbH: „Von der Integration der nach Hessen gekommenen Flüchtlinge profitieren beide Seiten. Gute Deutschkenntnisse sind Grundvoraussetzung für persönliche und berufliche Integration. Das Erlernen der deutschen Sprache für Zugewanderte ist wichtig für die alltägliche Begegnung und Kommunikation und zentraler Schlüssel für den Zugang zu Bildung, Beschäftigung und Einkommen. Durch seine Ausbildung zum Notfallsanitäter wird die Integration in Hessen aktiv gestaltet, davon profitiert die gesamte Gesellschaft.“

In Hessen engagieren sich mittlerweile viele Geflüchtete ehrenamtlich und immer öfter kann auf diesem Weg auch eine Ausbildung beim DRK gefunden werden.

DRK fährt 3 x täglich über alle Straßen Hessens

2017 fuhr der Rettungsdienst des DRK allein in Hessen 19.180.701 km - das entspricht der Wegstrecke von mehr als 3 Mal über alle hessischen überörtlichen Straßen – jeden Tag! Im Einsatz waren 533 Einsatzfahrzeuge, inklusive Reservefahrzeuge. 3.254 Mitarbeiter bewältigten 578.136 Notfälle und Krankentransporte und legten dabei über 19 Millionen Kilometer Wegstrecke zurück.

Das Rote Kreuz in Hessen

Das hessische Rote Kreuz gliedert sich in 37 Kreisverbände und 430 Ortsvereine. Die fünf Gemeinschaften Bereitschaften, Wasserwacht, Bergwacht, Wohlfahrts- und Sozialarbeit sowie das Jugendrotkreuz sind die Elemente des Deutschen Roten Kreuzes in Hessen. Wir haben 322 Bereitschaften, 210.493 Fördermitglieder, 18.597 aktive Helferinnen und Helfer, darunter 4.720 Jugendrotkreuzmitglieder in 257 JRK-Gruppen. Zudem arbeiten 7.573 hauptamtliche Mitarbeiter im DRK Hessen.
Die internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung ist mit 191 Nationalen Gesellschaften die größte humanitäre Organisation der Welt. Allein in Deutschland engagieren sich circa 2,9 Millionen Mitglieder. Das DRK ist in 44 Ländern operativ im Bereich der humanitären Hilfe tätig – sowohl in akuten Notsituationen (Katastrophenhilfe) als auch in der langfristigen Entwicklungszusammenarbeit.

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