Flüchtlinge für bürgerschaftliches Engagement gewinnen

Hessen startet Modellprojekt in zehn Kommunen

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Gemeinschaft

Integration durch ehrenamtliche Aktivitäten – dieses Ziel hat sich das neue Modellprojekt der Hessischen Landesregierung „Flüchtlinge für bürgerschaftliches Engagement gewinnen“ gesteckt. Es wurde heute vom Chef der Hessischen Staatskanzlei und politischen Flüchtlingskoordinator der Landesregierung, Staatsminister Axel Wintermeyer, vorgestellt. „Ehrenamtliche Hilfe kann viel bewegen: Dank des Engagements vieler Helferinnen und Helfer konnte die Flüchtlingssituation in den vergangenen beiden Jahren bewältigt und schutzsuchenden Menschen die Aufnahme ermöglicht werden. Umgekehrt soll nun eine ehrenamtliche Tätigkeit den Flüchtlingen helfen, aus ihnen integrierte Mitbürger unserer Gesellschaft zu machen. Ein Modellprojekt mit zehn Kommunen erprobt verschiedene Wege, um Flüchtlinge mit Bleibeperspektive für bürgerschaftliches Engagement zu begeistern. Dies kann ein Gewinn für alle sein: für die Flüchtlinge, die Kommunen und die Gesellschaft“, sagte Staatsminister Wintermeyer.

Die Städte und Gemeinden haben neun Monate Zeit, um Projekte mit geeigneten Aktivitäten zu starten oder weiterzuentwickeln und damit dazu beizutragen, die Integration zu fördern. Aus insgesamt 19 Bewerbungen wurden die Kommunen Diemelstadt, Bad Sooden-Allendorf, Gudensberg, Gießen, Schlüchtern, Eschborn, Geisenheim, Mörfelden-Walldorf, Roßdorf (bei Darmstadt) und Bürstadt ausgewählt, sich am Modellprojekt der Hessischen Landesregierung zu beteiligen. In der Jury zur Auswahl der Modellkommunen waren neben der Hessischen Staatskanzlei der Hessische Landkreistag, der Hessische Städte- und Gemeindebund, das Hessische Ministerium für Soziales und Integration und die LandesEhrenamtsagentur Hessen vertreten.

Bis zu 3.000 Euro für Projektarbeit

Für jede der zehn Modellkommunen stehen bis zu 3.000 Euro für die Projektarbeit bereit. Eine externe Fachberatung betreut das Modellprojekt und ist vor Ort unterstützend tätig. Ein wesentlicher Aspekt ist die intensive Begleitung der lokalen Aktivitäten durch entsprechende Öffentlichkeitsarbeit. Gute Beispiele und Erfahrungen aus den Modellkommunen sollen als Vorbild auch für andere hessische Städte und Gemeinden dienen. Das Projekt wird umfassend evaluiert und dokumentiert.
„Das Ehrenamt ist der Kitt unserer Gesellschaft, in der besonders Vereine, Verbände und Projekte die Menschen miteinander verbinden. Mit der Aktion wollen wir den neu Zugewanderten die Chance eröffnen, in ehrenamtlichen Projekten selbst aktiv zu werden und sich in die örtliche Gemeinschaft einzubringen“, so Axel Wintermeyer, der zusammen mit Vertretern der ausgewählten Kommunen am 12. Januar bei einer Auftaktveranstaltung den offizielle Startschuss des Modellprojekts geben wird.

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