Hessen hat Vorreiterrolle beim FSJ für Geflüchtete

Fotolia_56716804_S.jpg

Schüler

Engagement hat viele Gesichter, das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) ist eines davon. Seit 2016 bereits haben in Hessen auch junge Geflüchtete die Möglichkeit, ein FSJ zu absolvieren. „Das FSJ ist eine Chance, die eigene Persönlichkeit durch die Begegnung mit Menschen und die Erfahrung von Gemeinschaft weiterzuentwickeln. Geflüchteten bietet das FSJ die Möglichkeit, einer sinnstiftenden verantwortungsvollen Aufgabe nachzugehen, wertvolle soziale Kontakte zu knüpfen, Sprachkenntnisse anzuwenden und auszubauen und das Arbeitsleben in Deutschland zu erleben“, betonte Sozial- und Integrationsminister Stefan Grüttner heute in Wiesbaden.

Die Hessische Landesregierung fördert das Engagement von Menschen mit Fluchthintergrund finanziell und übernimmt damit deutschlandweit eine Vorreiterrolle.  „Die Erfahrung nützlich zu sein, ist eine unschätzbar wertvolle Hilfe für die, die helfen und für diejenigen, denen die Unterstützung zu Gute kommt. Hier wird soziale Kompetenz entwickelt und gestärkt“, unterstrich der Minister.

„Es sind bereits innovative Projekte bei verschiedenen Trägern entstanden"

Eine zentrale Koordinierungsstelle von Freiwilligendiensten für Geflüchtete ist bei der Landesarbeitsgemeinschaft Freiwilligendienste Hessen, einem Zusammenschluss verschiedener Träger von Freiwilligendiensten in Hessen, angesiedelt und bei der AWO Hessen-Süd in Frankfurt am Main verankert. Die Stelle berät und informiert trägerübergreifend, koordiniert Aktivitäten der Landesarbeitsgemeinschaft Freiwilligendienste Hessen, entwickelt gemeinsam mit den Trägern Projekte und Konzepte im Bereich Freiwilligendienste für Geflüchtete, organisiert Fortbildungsveranstaltungen zu relevanten Themen aus der Arbeit mit Geflüchteten und ist für die entsprechende Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Die Freiwilligen engagieren sich in Krankenhäusern, Altenhilfeeinrichtungen, Kindertagesstätten, im Sanitätsdienst und vielen anderen gemeinwohlorientierten Einrichtungen in Hessen. Sie unterstützen hauptamtliche Fachkräfte mit praktischen Hilfstätigkeiten. „Es sind bereits innovative Projekte bei verschiedenen Trägern entstanden, die in besonderer Weise auf die Bedürfnisse der Freiwilligen mit Fluchterfahrung zugeschnitten sind“, erklärte Minister Grüttner und nannte als Beispiel das HauF-Projekt von EVIM - Evangelischer Verein für Innere Mission in Nassau in Wiesbaden. Freiwillige mit Fluchthintergrund können als Projektteilnehmer*innen einen Freiwilligendienst in Teilzeit erwerben und werden begleitend für den Hauptschulabschluss und eine Ausbildung als Altenpflegehelfer*in qualifiziert.

Kontakt Pressevertreter
Pressesprecherin: Esther Walter
Telefon: +49 611 817 3408
Fax: +49 611 8908 4666
E-Mail: esther.walter@hsm.hessen.de

Hessisches Ministerium für Soziales und Integration
Dostojewskistraße 4
65187 Wiesbaden

Hessen-Navigator

Wie können wir Ihnen helfen? Geben Sie einen Suchbegriff ein.