Hessische Hochschulen erhalten 550.000 Euro für Flüchtlingshilfe

Wissenschaftsminister Boris Rhein hat den hessischen Hochschulen 550.000 Euro für Flüchtlingshilfe bewilligt. Die Hochschulen können so die Beratungs- und Betreuungsangebote fortführen, die sie im vergangenen Jahr mit Hilfe einer ersten Förderung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst eingerichtet haben.

Asylkind Lydia Geissler fotolia für asylkonvent.jpg

Flüchtlingskind

„Noch immer stellt der große Flüchtlingsandrang unsere Hochschulen vor besondere Herausforderungen – denen sie mit vorbildlichen Integrationsangeboten begegnen. Die Landesregierung unterstützt die Hochschulen bei ihrer Arbeit, indem sie hochschuleigene Beratungs- und Betreuungsangebote stärkt, um den geflüchteten Studierenden und Wissenschaftlern den Neustart an einem hessischen Campus zu erleichtern und ihre akademische Karriere weiterzuführen“, sagteWissenschaftsminister Boris Rhein.

Förderung der einzelnen Hochschulen

Die Technische Universität Darmstadt erhält 60.000 Euro für ihr Programm ,,WirTUnWas!". Die Aktion bietet studieninteressierten Flüchtlingen die Chance, den Campus kennenzulernen, sich über Studiengänge zu informieren und als Gasthörer erste Eindrücke zu sammeln.

Die Goethe-Universität Frankfurt kann mit 60.000 Euro das „Academic Welcome Program“ weiter ausbauen. Es hilft Flüchtlingen, sich auf einzelnen Wissensgebieten weiterzubilden und in der akademischen Lehr- und Lernkultur in Deutschland zu orientieren.

Die Justus-Liebig-Universität Gießen erhält 100.000 Euro für ihr Gasthörerprogramm sowie Integrationsangebote der Fachbereiche.

Die Universität Kassel stärkt mit 40.000 Euro ihre Bereiche Zulassung sowie Information und Beratung von Flüchtlingen.

Die Philipps-Universität Marburg erhält rund 50.000 Euro für die Studienberatung sowie die Koordination des Programms ,,University meets Refugees", einer Anlaufstelle für Fragen zum Aufenthaltsrecht oder den Wegen ins Studium.

Die Frankfurt University of Applied Sciences koordiniert mit rund 50.000 Euro das Grund-praktikum sowie das „Willkommensjahr Maschinenbau“, das ein Fachstudium mit Deutsch-Intensivkursen verbindet.

Die Hochschule Fulda University of Applied Sciences erhält rund 35.000 Euro für die Ko-ordination des „Pre-Study Programms“. Hier verbessern die Studierenden ihre Deutschkenntnisse, lernen das Leben und Studieren in Fulda kennen und knüpfen erste Kontakte.

Die Technische Hochschule Mittelhessen stärkt mit 55.000 Euro unter anderem das „Bud-dy-Programm“, bei dem Teams aus Neuankömmlingen und Studierenden den Start ins Hochschulleben gemeinsam meistern.

Die Hochschule RheinMain University of Applied Sciences in Wiesbaden erhält 50.000 Euro für die Erweiterung des Beratungsangebotes und die Gesamtkoordination der Flüchtlingsangebote.

Die Hochschule Darmstadt erhält 50.000 Euro für die Koordination ihrer Flüchtlingsaktivitäten.

Flexibel und unbürokratisch

Wissenschaftsminister Boris Rhein hatte entschieden, den Hochschulen in einer flexiblen und unbürokratischen Ausschreibung die Möglichkeit einzuräumen, innovative Flüchtlingsprojekte aus bisher nicht verwendeten Mitteln des Haushaltsjahres 2016 zu unterstützen.

„Dank der hervorragenden Zusammenarbeit mit den Hochschulen ist es uns gemeinsam gelungen, noch in diesem Jahr den bewährten Projekten für die geflüchteten Studierenden weitere Mittel zur Verfügung zu stellen", so Wissenschaftsminister Boris Rhein abschließend.

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