Integrationskampagne Brandschutz: Land und LFV setzen auf Interkulturelle Berater

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Ein Feuerwehrmann mit einem Wasserschlauch

Im Rahmen der vom Hessischen Innenministerium gemeinsam mit dem Landesfeuerwehrverband Hessen (LFV) initiierten Integrationskampagne setzen Land und LFV künftig auch auf den Einsatz sogenannter „Interkultureller Berater Feuerwehr“. Die Feuerwehrangehörigen sind auf Ebene der Landkreise, Städte und Gemeinden angesiedelt und im Zuge ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit damit betraut, die Freiwillige Feuerwehr bei der Gewinnung von Menschen mit Migrationshintergrund zu unterstützen.

Menschen mit Migrationshintergrund integrieren

„Die Interkulturellen Berater sollen künftig das zentrale Bindeglied zwischen den Feuerwehren und Menschen mit Migrationshintergrund sein, die sich für einen Einsatz im ehrenamtlichen Brandschutz engagieren möchten. Die Berater können ein wichtiger Baustein sein, um einerseits Menschen mit Migrationshintergrund tiefer in unserer Gesellschaft zu verwurzeln und andererseits unsere Wehren auch weiterhin personell gut aufzustellen“, so Staatssekretär Werner Koch.

„Die Feuerwehren stehen nicht nur im Dienst der Allgemeinheit, sondern sind hessenweit auch ein wichtiger Teil unserer Gemeinschaft. Zu diesem gesellschaftspolitischen Engagement gehört es auch, dass wir allen Bevölkerungsgruppen offenstehen – gleich welchen Geschlechts, welcher Hautfarbe oder Herkunft die Menschen sind. Die Interkulturellen Berater sollen deshalb für Migrantinnen und Migranten ein authentisches Vorbild sein, um für das aktive Mitmachen bei den Feuerwehren zu werben und den Weg in die Feuerwehren zu erleichtern. Mit dieser Integration wird auch ein wesentlicher Beitrag zur personellen Stärkung und zur Zukunftssicherung des flächendeckenden, ehrenamtlichen Brandschutzes geleistet“, so Dr. Ralf Ackermann, Präsident des Hessischen Landesfeuerwehrverbandes.

Anschubförderung für Interkulturelle Berater

Um den Zusatzaufwand, der sich für die Feuerwehrangehörigen durch die Tätigkeit als Interkultureller Berater ergibt, entsprechend zu würdigen, hat das Land beschlossen die Arbeit vor Ort durch Aufwandsentschädigungen sowie Zuwendungen für gegebenenfalls anfallende Sachkosten zu fördern. Zudem wird das Land die Einrichtung der Interkulturellen Berater mit einer Anschubförderung unterstützen. „Nur gemeinsam können wir sicherstellen, dass der ehrenamtliche Brandschutz in Hessen auch in Zukunft flächendeckend erhalten bleibt“, so Staatssekretär Werner Koch.

Die „Integrationskampagne Brandschutz“ wurde im vergangenen Jahr ins Leben gerufen und soll über mehrere Jahre laufen. Ziel der Kampagne ist es, einerseits Menschen mit Migrationshintergrund direkter anzusprechen und andererseits auch den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren Hilfestellungen dafür zu geben, wie sie Frauen und Männer mit ausländischen Wurzeln besser integrieren können. Neben der Einführung der Interkulturellen Berater hat das Innenministerium bereits einen Integrationspreis Brandschutz ausgelobt und bietet zwei neue Seminare an der Hessischen Landesfeuerwehrschule in Kassel an.

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