Kultusminister Lorz informiert sich über Programm für Zugewanderte in Gießen

Hessens Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz hat heute die Friedrich-Ebert-Schule in Gießen besucht und sich ein Bild von dem freiwilligen Sprachförderprogramm „Deutsch als Bildungssprache“ für zugewanderte Kinder und Jugendliche gemacht.

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Schulprogramm für Zugewanderte in Gießen

Unter dem Motto „Schule einmal anders erleben: Stärkenorientiertes Lernen für bessere Deutschkenntnisse“ bietet die Schule gemeinsam mit dem Schulträger und weiteren teilnehmenden städtischen Bildungseinrichtungen während der Ferien ein individuelles Förderangebot im Fach Deutsch an und gibt jungen Schülerinnen und Schülern mit geringen Deutschkenntnissen die Möglichkeit, durch ergänzende Maßnahmen die individuellen Sprachkenntnisse zu verbessern. „Die Friedrich-Ebert-Schule leistet Vorbildliches, indem sie junge Zugewanderte an die Hand nimmt und über den regulären Unterricht hinaus ein Konzept anbietet, dass den Erwerb der deutschen Sprache in den Mittelpunkt rückt. Die große Resonanz zeigt, dass sich die Schule auf dem richtigen Weg befindet und einen sinnvollen Beitrag zur Integration der Kinder und Jugendlichen leistet“, so Minister Lorz.

Pilotprojekt „Deutsch als Bildungssprache“

Analog zu den schulischen Osterferiencamps, die in Kleingruppen gezielte Programme zur Verbesserung der Leistungen in ausgewählten Fächern anbieten, konzentriert sich das Pilotprojekt „Deutsch als Bildungssprache“ auf den schulischen Erfolg der jungen Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger im Bereich des Spracherwerbs beziehungsweise der Förderung bereits vorhandener Kenntnisse. Das Programm ermöglicht den Schülerinnen und Schülern ein konzentriertes Lernen unter der Aufsicht qualifizierter Lehrkräfte und ausgebildeter Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen. Die freiwillige Maßnahme, die parallel auch an der Anton-Calaminus-Schule in Gründau durchgeführt wird, dient als sinnvolle Ergänzung der Umsetzung des schulischen Gesamtsprachförderkonzepts und trägt zum Erreichen des individuell höchstmöglichen Bildungsabschlusses bei. In Zukunft ist geplant, den Umfang auch auf die weiteren Ferienzeiten und an anderen Standorten auszudehnen.

Im Speziellen setzt die Förderung der Kinder und Jugendlichen dabei Schwerpunkte im Hör- und Leseverstehen sowie in der mündlichen und schriftlichen Kommunikation. Neben der fachlichen Fortbildung vermittelt das Projekt aber auch soziale Kompetenzen, etwa durch gemeinsames Arbeiten im Team oder die Verbindung von Unterrichtsinhalten und Schülerprojekten. Zusätzlich bietet es die Möglichkeit, den interkulturellen Austausch zu fördern und so die Integration in die Gesellschaft zu erleichtern. „Ich finde es beeindruckend, mit welcher Begeisterung die Kinder und Jugendlichen dieses freiwillige Schulprogramm aufnehmen, denn es ist nicht selbstverständlich, dass sie auch während der Ferien gerne zur Schule kommen. Dies beweist letztlich den Willen der jungen Flüchtlinge und Zuwanderer die deutsche Sprache zu erlernen und unterstreicht die professionelle Konzeption des Projekts. Im Namen der Hessischen Landesregierung bedanke ich mich daher bei den Beteiligten für ihr Engagement zur Umsetzung dieses Sprachförderprogramms sowie bei allen Schülerinnen und Schülern für ihren Fleiß und ihre Freude am Lernen“, hielt Lorz abschließend fest.

Zur Schule:

Die Friedrich-Ebert-Schule in Gießen ist eine Kooperative Gesamtschule (KGS), an der derzeit gut 500 Schülerinnen und Schüler von 45 Lehrkräften unterrichtet werden. Zwei Intensivklassen für Flüchtlinge und Zuwanderer ohne bzw. mit geringen Deutschkenntnissen erleichtern den Kindern und Jugendlichen die Integration in das deutsche Bildungssystem. Einen weiteren Schwerpunkt setzt die Schule im musikalischen Bereich durch ihre zahlreichen AGs und Musikprojekte.

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