Land stärkt Integrationskraft des Sports in Bensheim

15.000 Euro für „Sport und Flüchtlinge“

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Sport und Flüchtlinge

Der Staatssekretär im Hessischen Ministerium des Innern und für Sport, Werner Koch, hat der Stadt Bensheim zwei Zuwendungsbescheide des Landes übergeben und dabei die Bedeutung des Förderprogramms „Sport und Flüchtlinge“ hervorgehoben. Mit 15.000 Euro wird das Programm vor Ort unterstützt. „Damit stärken wir die Integrationskraft des Sports in Bensheim und öffnen das Vereinsleben für Flüchtlinge“, sagte Staatssekretär Koch.

Wie bereits im Jahr 2016 stellt das Land für das Programm „Sport und Flüchtlinge“ auch im Jahr 2017 Fördermittel in einer Gesamthöhe von 2,4 Millionen Euro bereit. Das Programm hat das Land gemeinsam mit der Sportjugend Hessen initiiert. Im Zentrum des Förderprogramms stehen die Sport-Coaches. Sie fungieren als Kontaktpersonen zwischen Gemeinde, Sportvereinen, Asylbetreuung, Flüchtlingsunterkünften und Flüchtlingen. In der ersten Zeit begleiten sie Flüchtlinge zu Sportangeboten. „Mit dem Förderprogramm trägt das Hessische Ministerium des Innern und für Sport seinen Teil dazu bei, dass Integration im und durch den Sport erfolgreich ist und Schutzsuchende in unserer Gesellschaft angenommen und einbezogen werden“, betonte Staatssekretär Koch.

25.000 Euro aus Landesausgleichsstock zur Optimierung der Verwaltungsabläufe

Die Stadt Bensheim erhält zudem eine Zuwendung aus dem Landesausgleichsstock in Höhe von 25.000 Euro. „Die Stadt Bensheim ist die erste Kommune, die nach dem neuen Förderprogramm aus dem Landesausgleichsstock gefördert wird. Das Land unterstützt damit Kommunen, die ihre eigenen Organisationsstrukturen hinterfragen und zur Optimierung der Verwaltungsabläufe beitragen. Ich freue mich, dass die gemeinsamen Gespräche mit dazu beigetragen haben, dass dieses Förderprogramm geschaffen wurde“, so Staatssekretär Werner Koch.
Die Zuwendung aus dem Landesausgleichsstock wird in Bensheim zur Durchführung einer vertiefenden Evaluation des Gebäudemanagements mit einer umfassenden Organisationsuntersuchung durch eine externe Beratungsgesellschaft verwendet. Es werden die Teilbereiche Projektmanagement, Prozess- und Organisationsoptimierung, wirtschaftliches Handeln, Aufgabenkritik und Wahl der Organisationsform der Kommune einer Prüfung unterzogen. Das Ergebnis ist möglicherweise auf andere Kommunen übertagbar.

  • Mit dem neuen Förderprogramm sollen ab sofort Kommunen, die
  • ein Beratungsgespräch zu Ihrer Haushaltspolitik bei der Stabsstelle zur Beratung der Nichtschutzschirmkommunen in Fragen der Haushaltspolitik hatten,
  • Mittel für eine vertiefende Untersuchung eines konkreten Sachverhaltes erhalten,
  • wenn der Sachverhalt im Rahmen der Beratung nicht hinreichend untersucht und geklärt werden kann und
  • der Sachverhalt von allgemeinem Interesse auch für andere Kommunen sein kann, die aus einer solchen vertiefenden Untersuchung Erfahrungen für ihre Verwaltung ableiten können.

Hintergrund zum Landesausgleichsstock:

Die Mittel für den Landesausgleichsstock sind Bestandteil des Kommunalen Finanzausgleichs. Dem Charakter nach ist der Landesausgleichsstock eine Art „Solidarfonds“ der hessischen Kommunen. Die Mittel werden vom Ministerium des Innern und für Sport im Einvernehmen mit dem Ministerium der Finanzen bewirtschaftet. Die Zuweisung des Innenministeriums reduziert die Schulden und erleichtert eine zukunftsfeste Aufgabenerfüllung. Auf Zuweisungen aus dem Landesausgleichsstock besteht kein Rechtsanspruch.

Hintergrund zur Förderung Sport und Flüchtlinge:

Gemeinde und Städte, die mehr als 40 Flüchtlinge in Gemeinschaftsunterkünften (eigene oder Einrichtungen des Landkreises), Erstaufnahmeeinrichtungen (inkl. Außenstellen und Notaufnahmeeinrichtungen) und sonstigen Unterbringungsformen untergebracht haben, können in Abhängigkeit der Anzahl der untergebrachten Flüchtlinge eine pauschale Förderung i.H.v. 5.000 Euro bis 25.000 Euro erhalten. Städte und Gemeinden die weniger als 40 Flüchtlinge untergebracht haben, können im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit Anträge stellen. Städte und Gemeinden, in denen eine Erstaufnahmeeinrichtung (inkl. Außenstellen und Notaufnahmeeinrichtung) besteht, können zusätzlich für die Erstaufnahmeeinrichtung in Abhängigkeit der Anzahl der untergebrachten Flüchtlinge eine pauschale Förderung i.H.v. 5.000 Euro bis 15.000 Euro beantragen. 2017 stehen Haushaltsmittel i.H.v. 2,4 Mio. € zur Verfügung.

Kontakt Pressevertreter
Pressesprecher: Michael Schaich
Telefon: +49 611 353 1607
Fax: +49 611 353 1608
E-Mail: Michael.Schaich@hmdis.hessen.de

Hessisches Ministerium des Innern und für Sport
Friedrich-Ebert-Allee 12
65185 Wiesbaden

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