Landesmittel ab 2015 auf 4,2 Millionen Euro aufgestockt

Familienminister Stefan Grüttner: „Wir wollen alle Kinder mit Sprachförderbedarf erreichen – Sprache ist der Schlüssel für persönlichen und beruflichen Erfolg.“

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Kindergarten

Anlässlich einer neuen fachlichen Grundlage für die Sprachförderung von Kindern im Kindergartenalter sagte Hessens Familienminister Stefan Grüttner am Donnerstag: „Sprache ist und bleibt der Schlüssel zu persönlichem und beruflichem Erfolg. Indem wir diese fördern, helfen wir einen existenziell wichtigen Grundstein für das weitere Leben zu legen.“ Um Kinder frühzeitig fördern zu können hat die Hessische Landesregierung bereits 2002 das Landesprogramm zur Sprachförderung von Kindern im Kindergartenalter gestartet. Mit der Neufassung der Fach- und Fördergrundsätze zum Landesprogramm Sprachförderung von Kindern im Kindergartenalter ab dem 1.1.2017 wurden die Grundsätze und Prinzipien des Bildungs- und Erziehungsplans für Kinder von 0 bis 10 Jahren verstärkt zur Grundlage der Förderung. Die Förderung der Kinder erfolgt künftig alltagsintegriert und auf einem ganzheitlichen Ansatz basierend.

Umsetzung des Bildungs- und Erziehungsplans

„Damit leisten wir eine wichtige Hilfestellung, denn die Umsetzung des Bildungs- und Erziehungsplans ist inzwischen in vielen Einrichtungen gelebte Praxis“, so der Minister. Im Fokus der Förderung stehen sowohl Kinder mit Migrationshintergrund als auch deutsche Kinder ohne ausreichende Deutschkenntnisse. „Mit der Zuwanderung von Familien und Kindern aus Kriegsgebieten in der jüngsten Vergangenheit hat die Bedeutung der frühen Sprachförderung eine weitere, wichtige Bedeutung erlangt. Aber auch viele deutsche Kinder haben Probleme mit unserer Sprache, dem treten wir entgegen, denn der weitere schulische Erfolg hängt vom Spracherwerb unmittelbar ab.“

Mit Blick auf Kinder mit Migrationshintergrund betonte der Minister, dass der Erwerb der deutschen Sprache ein wesentlicher Beitrag zu Integration sei und Kindern und ihren Familien helfe, sich im Alltag zurechtzufinden und nicht zuletzt auch Freunde zu finden. Die Freude, sich sprachlich mitzuteilen und mit anderen auszutauschen, trage in entscheidendem Maße zur Integration bei. Einem Einbezug der Eltern im Sinne einer Bildungs- und Erziehungspartnerschaft kommt daher eine besondere Rolle zu.

Eine individuelle Förderung umsetzen

„Mit einer Förderpauschale pro Kind kann die Kindertageseinrichtung eine individuelle auf die besonderen Unterstützungsbedarfe zugeschnittene, alltagsintegrierteFörderung umsetzen. Je nach individueller Bedarfslage können weitere Maßnahmen ergänzend eingesetzt werden“, erläuterte Grüttner.
Das Programm unterstützt neben der Sprachförderung für die Kinder auch Fortbildungen für die Fachkräfte und sonstigen für die Sprachförderung geeigneten Personen, welche die Kinder in den Einrichtungen betreuen.
Im Rahmen des Sozialbudgets wurden die zur Verfügung stehenden Landesmittel ab 2015 auf 4,2 Millionen Euro aufgestockt.

17.500 Kinder profitierten davon

Rund 17.500 Kinder profitierten bisher pro Jahr von diesem Angebot des Landes.

Staatsminister Grüttner betont abschließend: „Es ist mir ein besonderes Anliegen, auch weiterhin alle Kinder mit einem besonderen Sprachförderbedarf zu erreichen und ich hoffe, dass das Programm rege in Anspruch genommen wird.“

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