Ankunftszentrum in Gießen

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Ankunftszentrum in Gießen
Ankunftszentrum in Gießen

Im Regierungspräsidium Gießen ist dessen Abteilung VII zuständig für die Erstaufnahme von Asylsuchenden, die in Hessen einen Asylantrag stellen wollen. Damit muss es für die Unterbringung, Betreuung und Versorgung (Krankenhilfe usw.) der Asylsuchenden sorgen, bis diese nach einer bundesweiten Verteilung in die zuständigen Erstaufnahmeeinrichtungen anderer Bundesländern weiterverteilt oder Hessen zugewiesen werden. Das Regierungspräsidium Gießen verfügt über mehrere in Hessen verteilte Standorte, um die Unterbringung sicherzustellen.

Mit Unterstützung externer Dienstleister wird von der Abteilung ein großes Aufgabenspektrum abgedeckt. Hierzu gehören in erster Linie die Registrierung und erkennungsdienstliche Behandlung der ankommenden Flüchtlinge, die ärztliche Erstuntersuchung, die Sicherstellung von Unterkunft und Verpflegung, eine medizinische Versorgung bei akuten Notfällen. Asylsuchende, die Hessen bereits zugeteilt wurden, weist das Regierungspräsidium Darmstadt im Anschluss an ihren Aufenthalt in der Erstaufnahmeeinrichtung hessischen Städten und Gemeinden zu.

Aufgrund der nicht vorhersehbaren Flüchtlingszugänge hatte die Landesregierung in Hessen im Februar 2016 beschlossen, die Kapazitätsplanung der Erstaufnahme in Hessen permanent zu analysieren. Es wurde ein Standortorganisationskonzept festgelegt, das bei einer hohen Flexibilität eine zeitnahe Anpassung der betriebenen Standorte an das Ankunftsgeschehen zulässt. Das Konzept sieht vor, dass neben aktiv betriebenen Erstaufnahmeeinrichtungen, passive Standorte als Reserve zur Verfügung stehen. Auf diese Weise kann die Landesregierung im Falle eines nicht vorhersehbaren hohen Zuzugs an Asylsuchenden in kürzester Zeit reagieren. Gleichzeitig werden wirtschaftliche Aspekte in einem hohen Maße berücksichtigt. Die Kommunen erhalten im Falle eines plötzlichen Anstiegs des Flüchtlingszuzug für die damit verbundene notwendige Unterbringung von Asylsuchenden eine angemessene Reaktionszeit. Das Konzept wird ständig evaluiert. Das Standortkonzept der Landesregierung wurde im April 2016 vorgestellt, Anpassungen des flexiblen Standortkonzepts erfolgten bisher im August 2016, im März sowie November 2017 und im Juni 2018.

Ankunftszentrum Gießen

Im Ankunftszentrum am Standort Gießen werden alle Maßnahmen des Regierungspräsidiums Gießen zur Erstaufnahme von Flüchtlingen, wie Registrierung, erkennungsdienstliche Behandlung, medizinische Erstuntersuchung an einem Standort gebündelt. Im Ankunftszentrum selbst ist auch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge vertreten, so dass neben einer sog. Aktenanlage des Asylverfahrens, der Entgegennahme des Asylantrags und der Anhörung, in einigen Fällen bereits eine Entscheidung über das Asylbegehren seitens des BAMF getroffen werden kann. Für die vollständige Aufnahme eines Flüchtlings sind in der Regel zwei Tage notwendig.

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