Hessische Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen (HEAE)

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Hessische Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen

Die HEAE ist nach dem Asylverfahrensgesetz (AsylVfg) zuständig für die Erstaufnahme von Asylsuchenden, die in Hessen einen Asylantrag stellen wollen, sowie für die damit erforderliche Unterbringung, Betreuung und Versorgung (z. B. Krankenhilfe) bis zur Weiterleitung in die zuständigen Erstaufnahmeeinrichtungen in anderen Bundesländern nach der bundesweiten Verteilung oder, wenn sie Hessen zugewiesen werden, bis zur Zuweisung in die hessischen Gebietskörperschaften.

Für auf dem Luftweg einreisende Asylsuchende ist die Außenstelle der HEAE am Flughafen in Frankfurt am Main zuständig.

Auf dem Gelände der HEAE in Gießen ist neben der Verwaltung u.a. zur Registrierung der Flüchtlinge und der Sozialarbeit auch eine Kinderbetreuung eingerichtet.

Wie gelangen die Asylbewerber in die HEAE?

Die Asylbewerber gelangen auf vielfältigen Wegen die HEAE. Teilweise werden sie von der Polizei z.B. in öffentlichen Verkehrsmitteln aufgegriffen oder melden sich selbst bei der Polizei oder gelangen teilweise selbst zur HEAE. Neben Umverteilungen aus anderen Bundesländern nach Hessen werden andere Asylsuchende durch die HEAE so bald wie möglich von Hessen in andere Bundesländer umverteilt. Den Transport organisieren die Länder mit der Bundesbahn aus Bayern und Österreich, teils werden die Flüchtlinge auch selbst mit Bussen in Bayern abgeholt, wo sie in der Regel die Grenze zuerst übertreten, ab. Ein anderer Teil von Flüchtlingen reist selbst organisiert (oftmals Regionalzüge etc.) bis zu einer Erstaufnahmeeinrichtung.

Was passiert in der HEAE?

Bei den in Hessen verbleibenden Asylsuchenden stellt die am Sitz der HEAE ansässige Außenstelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) die Identität fest, soweit sie das 14. Lebensjahr vollendet haben. Hierfür werden Lichtbilder gefertigt und die Fingerabdrücke aufgenommen.

In der HEAE stellen die Asylsuchenden auch ihre formalen Asylanträge bei der dort ansässigen Außenstelle des BAMF und werden dort zu einem späteren Zeitpunkt zu Ihren Anträgen auch angehört. Soweit dies nach ihrer Zuweisung an die Kommunen geschieht, kommen sie zu diesem Zweck in die HEAE zurück - ggf. auch über Nacht.

Ebenso werden die Asylsuchenden von der HEAE selbst registriert und darüber hinaus medizinisch untersucht. Diese Untersuchung umfasst eine Anamnese und eine körperliche Untersuchung. Zum Ausschluss einer Erkrankung an Tuberkulose muss bei jedem Flüchtling eine (Röntgen-) Untersuchung durchgeführt werden.

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