Standortkonzept zur Flüchtlingsunterbringung weiter angepasst

Hessische Erstaufnahmeeinrichtungen

Die Hessische Landesregierung hat Ende November 2017 die Unterbringungskapazitäten für Flüchtlinge in Hessen zum vierten Mal modifiziert. In den vergangenen Monaten lagen die Zugangszahlen auf einem gleichbleibenden niedrigen Niveau. Es kamen monatlich rund 1.000 Flüchtlinge - insgesamt wurden 2017 noch rund 11.100 Flüchtlinge in der EAE in Gießen aufgenommen. Angesichts dessen konnte die Unterbringungskapazität weiter reduziert werden. Die Landesregierung handelt dabei kostenbewusst und mit Augenmaß: Einerseits wird den niedrigen Zugangszahlen Rechnung getragen, andererseits bleibt das Land zugleich auf einen denkbaren Anstieg vorbereitet.

Durch die Aufteilung in sogenannte Aktiv- bzw. Reservestandorte wurde ein System entwickelt, das auch auf einen unvorhersehbaren Anstieg hilfesuchender Menschen vorbereitet ist. Die Gesamtkapazität des aktiven Erstaufnahmebereichs reduziert sich durch die aktuelle Modifikation von 10.330 auf dann 9.440 Plätze in acht Standorten und einer Außenstelle am Flughafen Frankfurt. Darüber hinaus verringert sich die Kapazität der Passiv-Standorte von derzeit 3.050 Plätzen auf nunmehr 2.340 Plätze.  Damit erhält das Land auch bei stark ansteigenden Zugangszahlen seine Reaktionsfähigkeit und kann eine gesteuerte und geordnete Unterbringung von Asylsuchenden gewährleisten.

Sukzessive Aufgabe folgender Standorte:

Der noch aktive Standort Calden (Landkreis Kassel) wird in eine passive Liegenschaft umgewandelt, die beiden passiven Einrichtungen in Friedberg (Ray Barracks) sowie in Stadtallendorf (Hessenkaserne) werden vollständig aufgegeben. Damit verfügt Hessen über acht aktive Liegenschaften und drei passiv gestellte Einrichtungen, die nach einer Vorwarnzeit aktivierbar sind. „Die anstehende Reduzierung trägt sowohl dem aktuellen Ankunftsgeschehen Rechnung – bietet aber weiterhin ausreichende Möglichkeiten, um im Falle eines spontanen Anstiegs schnell reagieren zu können“, legte Grüttner dar.

Weiterhin ausreichend Kapazitäten vorhalten

"Angesichts der weltweit hohen Anzahl an Menschen auf der Flucht müssen wir ausreichend Kapazitäten in der Erstaufnahme vorhalten“, erläuterte Staatsminister Stefan Grüttner. Die geordnete und gesteuerte Unterbringung auch einer großen Anzahl von Asyl suchenden Menschen müsse durch das Land gewährleistet sein. „Wir sind auch gegenüber unseren Kommunen in der Pflicht, damit diese die nötige Vorlaufzeit und hierdurch ein Mindestmaß an Planungssicherheit erhalten, um sich auf die notwendige Unterbringung von zugewiesenen Flüchtlingen vorzubereiten“.

Hessen-Navigator

Wie können wir Ihnen helfen? Geben Sie einen Suchbegriff ein.

SERVICE